#014: Abgedrängt und gestürzt

Staatsanwaltschaft Freiburg – Juni 2022

Ich fuhr mit meinen Rennrad Richtung St. Ulrich. In der Ortschaft Ehrenkirchen, überholte mich ein PKW. Der Überholvorgang fand an einer leichten Steigung statt, in dem ich vermutlich etwas langsamer als die vorgeschrieben 30 KM/H fuhr. Anschließend als der PKW fertig überholt hatte, verringerte dieser, das Tempo.

Da es mittlerweile wieder flach war und der PKW nun deutlich unter 30 KM/H fuhr und die Verkehrs- lage es erlaubte versuchte ich wiederum den PKW zu überholen. Als ich, mich auf der Höhe der Fahrerseite befand und der Fahrer, mich erkannte, beschleunigte dieser stark, so dass ich den Überholvorgang abbrechen musste. Als ich mich anschließend wieder hinter dem PKW befand, bremste dieser nun deutlich ab und verringerte sein Tempo erneut deutlich.

Da ich dies als deutliche Provokation empfand und ich nicht darauf eingehen wollte, versuchte ich auf der rechten Seite, an seinem PKW vorbeizufahren. Hier betrag der Seitenabstand von PKW und Straßenrand ca. 2m. Als ich nun erneut auf der Höhe des Fahrers (Beifahrerfenster) befand, beschleunigte dieser erneut und verhinderte das Vorbeifahren. Gleichzeitig verringerte der Fahrer des PKWs, den Seitenabstand zum Gehweg stark. Als ich dies bemerke, war der Seitenabstand schon auf wenige cm zum Straßenrand verringert, so dass ich aus Reflex ein Sturz zur Seite, auf den Gehweg (Dazwischen Grünstreifen) verhindern wollte, in dem ich mich mit der linken Hand am Auto abstützen/festhalten wollte.

Als ich mich am Auto abstütze/festhielt, lenke er nun sein PKW wieder nach links. Somit verlor ich die letzte Korntolle über mein Rad und Stütze nun zur Linken Seiten hinter dem PKW.

Ich war im Anschluss, als ich den Sturz realisiert habe, sehr aufgebracht, da der Fahrer des PKWs, aus meiner Sicht, mich erst bewusst provoziert und anschließend durch das Bewusste abdrängen zum Fall gebracht hatte.

Von verschiedenen Zeugen wurden mir Persönliche Dinge, die mir aus dem Trikot geflogen sind, angereicht. Leider war ich in diesem Moment zu aufgebracht um direkt, von den Zeugen die Personalien ein zuholen.

Der Unfallverursacher ist erst stehen geblieben und ist als ich mein Fahrrad überprüfte auf mich zu gekommen. In diesem Moment war ich noch sehr aufgebracht, er hat mich gefragt: "ob es mir gut gehe". Diese Frage habe ich nicht beantwortet, sondern nur erwidert: "dass ich mit ihm nicht reden möchte" in diesem Moment. Da ich noch über sein verhalten aufgebracht war.

Anschließend ist er wieder in sein Auto gestiegen und weggefahren, so wie die Zeugin hinter mir. (Ein Rotes Auto)

So hatte ich leider keine Möglichkeit mich zu beruhigen, um anschließend die Personalien des Unfallverursacher, sowie der Zeugin im Auto, feststellen zu können.

Von einem Zeugen, der zu Fuß auf dem Gehweg lief, habe ich anschließend die Telefonnummer des Zeugen und die Autonummer des Unfallverursacher bekommen.

Anschließend als ich mich komplett beruhigt hatte, meldete ich den Unfall und anschließende Fahrerflucht des Fahrers, über die Notrufnummer der Polizei. Diese meinte das es sich nun nicht mehr "lohnen" würde ein Polizeistreife dort hinzuschicken. Ich sollte diesen Unfall lieber zur Anzeige bringen.

Persönlich habe ich durch den Sturz Verletzungen an Ellenbogen und Gesäß zugezogen. (Offene Schürfwunden, linksseitig) Das Fahrrad hat an verschiedenen Stellen linksseitig Kratzer abbekommen, sowie Kratzer am Rahmen durch die herunter gesprungene Kette.

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